Wer die Eigenarten Holsteins verstehen will, der findet schnell Antworten in einem der zahlreichen Museen. Eingebettet in meist historische Gebäude, die allein schon einen Besuch wert sind, spielt das maritime Erbe natürlich eine herausragende Rolle. Hinzu kommen lokal bedeutende Themen, wie etwa die Fayencen-Produktion in Kellinghusen, die Industriegeschichte Elmshorns oder das Schusterhandwerk in Barmstedt.
Das Detlefsen-Museum im Brockdorff-Palais in Glückstadt vermittelt ein umfassendes Bild der Stadt und den holsteinischen Elbmarschen in Geschichte und Gegenwart. Dazu gehören Stadtgeschichte, Wohnkultur und Volkskunde, Döns aus dem 18. Jahrhundert, Walfang, Schifffahrt und vieles mehr. Die Gebäude des Museums Langes Tannen in Uetersen sind zwar etwas jünger, doch auch hier finden Sie wunderbare Zeugnisse bürgerlicher Wohnkultur.
Maritim wird es im Atrium an der Nordseite „Neuen Schleusen" des Nord-Ostsee-Kanals in Brunsbüttel. Mit Schautafeln, Schiffsmodellen, technischen Objekten, Videofilmen und vielem mehr werden der Bau, der Betrieb und die Bedeutung der meistbefahrenen künstlichen Wasserstraße für Seeschiffe der Welt dargestellt. Von zwei Aussichtsplattformen und einem gesicherten Rundweg aus können die Schleusen und der internationale Seeschiffsverkehr beim Ein- und Ausschleusen täglich besichtigt werden.
Wer sich eher der Kunst zuwenden möchte, besucht das Ernst Barlach Museum in Wedel, mit seiner umfangreichen Sammlung von Skulpturen, Zeichnungen, Holzschnitten, Lithographien Ernst Barlachs oder das Wenzel-Hablik-Museum in Itzehoe. Dieses beherbergt den Nachlass des deutsch-böhmischen Künstlers Wenzel Hablik, der von 1907 bis zu seinem Tod in Itzehoe gelebt und gearbeitet hat und zu den wichtigsten Vertretern des deutschen architektonischen Expressionismus zählt.
Viele weitere Museen, wie das Fayence-Museum in Kellinghusen, das Waldmuseum in Burg, das Kreismuseum Prinzesshof in Itzehoe und die vielen kleinen Spezialmuseen laden zum kulturellen Genuss ein. Tauchen Sie ein in die Geschichte Holsteinsund erleben Sie die historischen Lebensverhältnisse aus erster Hand.
In einem ehemaligen Wirtschaftsgebäude, bestehend aus zwei Geschossen, präsentiert die Gemeinschaft zur Erhaltung von Kulturgut in Tornesch 1985 e.V. eine volkskundliche Sammlung mit historischen Geräten.
Entdecken Sie ein Stück Eisenbahngeschichte mitten in Glückstadt. Interessierte Besucher können dort die Entwicklung der Stellwerk-, Fernmelde-, und Büromaschinentechnik der Bahn verfolgen.
Im stadtgeschichtlichen Heimatmuseum wird die Entwicklung Uetersens vom Flecken bis zur Verleihung der Stadtrechte und das drumherum in diesen spannenden Jahrunderten dargestellt.
Erleben Sie zeitgenössische Kunst in Renaissance-Ambiente. Der Name Palais für aktuelle Kunst bezieht sich auf einen ehemaligen Adelspalais aus dem 17. Jhd.
Im 1. Obergeschoss haben die Inhaber des Augenoptik-Geschäftes mit viel Liebe ein Museum für augenoptische Geschichte, dass für alle Interessierten frei zugänglich ist, geschaffen.
Das historische Nebengebäude des Alten Rathauses der Stadt Wilster beheimatet ein wahres Marschenbiotop, indem Sie vieles über die Tier- und Pflanzenwelt der Wilstermarsch lernen.
Das Museumsareal Langes Tannen besteht neben einer wunderschönen Außenanlage aus Wald, Wiesen, Feldern, Parkanlagen und Teichen, aus einer denkmalgeschützten Gebäudegruppe
Das städtische Museum Kellinghusen ist der bedeutenden Keramiktradition des Ortes gewidmet. Den Schwerpunkt der Sammlungen bilden die bekannten Kellinghusener Fayencen, die im 18. und 19. Jahrhundert hergestellt wurden.
Wo würde ein Industriemuseum besser hinpassen, als in eine Industriestadt wie Elmshorn? Hier wird die Geschichte von Arbeit und Alltag zur Zeit der Industrialisierung dargestellt.
Das Museum bietet einen umfassenen Einblick in eine kleine priviligierte Landapotheke während der letzen beiden Jahrhunderte und weitere Handwerks- und Gewerbebetrie.