Störsperrwerk
Das Störsperrwerk bei Wewelsfleth schützt das Hinterland vor Sturmfluten und lässt zugleich die Schifffahrt auf der Stör passieren
An der Mündung der Stör in die Elbe steht seit 1975 das Störsperrwerk. Gebaut wurde es nach der schweren Sturmflut von 1962, um die umliegenden Marschgebiete und die Stadt Itzehoe besser vor Sturmfluten zu schützen. Dafür wurde die Mündung der Stör nach Norden verlegt, während der alte Mündungsarm heute als Hafen genutzt wird. Die Stör ist in diesem Bereich eine Seeschifffahrtsstraße und wird vom Wechsel der Gezeiten geprägt.
Das Sperrwerk ist ein beeindruckendes Bauwerk: Drei massive, begehbare Betonpfeiler teilen die Stör in vier Öffnungen. Zwei davon sind jeweils 22 Meter breit und für die Schifffahrt vorgesehen, die beiden äußeren Öffnungen messen jeweils 43 Meter. In den Schifffahrtsöffnungen befinden sich Rollklappbrücken, die für durchfahrende Schiffe geöffnet werden können. Rund 8.000 Schiffe passieren das Sperrwerk jedes Jahr – vor allem Binnenschiffe, aber auch Seeschiffe. Bei einer Sturmflut können die Verschlüsse innerhalb weniger Minuten geschlossen werden und schützen dann das Hinterland vor dem auflaufenden Wasser.
Für Radfahrer ist das Sperrwerk rund um die Uhr passierbar. Nur wenn ein Schiff die Stör passieren möchte, werden die Brücken geöffnet und ihr müsst kurz warten. Reguläre Passierzeiten gibt es hier deshalb nicht. Die kleine Pause könnt ihr nutzen, um euch umzuschauen und den Blick über die Störmündung, die Elbe und die Wilstermarsch schweifen zu lassen. Sobald die Brücken wieder geschlossen sind, geht es für euch weiter.