Herthateich
Der obere Herthateich mit den Opfersteinen und der angrenzenden Waldschlucht strahlt eine ganz besondere Atmopshäre aus.
Gletscher der vorletzten Eiszeit brachten die „Opfersteine“ nach Dithmarschen. Während der Eiszeit wurde die Oberfläche plan und glatt geschliffen. Unsere Vorfahren platzierten dann diese Findlinge an dem jetzigen Standort. Ursprünglich waren es mal 3 Steine. Einer davon wurde in den 1950ern leider entwendet. Die Lage der Steinsetzung am Herthateich ist eine besondere Lage. Der Teich wird von einer Quelle gespeist, die früher sehr viel ergiebiger war als heute. Sein Wasser war vermutlich vor dem Brunnenbau sehr bedeutsam für die Menschen die dort lebten.
Am höchsten Punkt dem „Wulfsboom“ auf dem der Aussichtsturm heute steht, befand sich einst ein bronzezeitlicher Grabhügel. Archäologische Funde weisen auf einen vorgeschichtlichen Kultplatz hin.
Nach romantisierender Deutung wurde an dem heutigen Standort der „Opfersteine“, neben dem lebenswichtigen Wasser, möglicherweise der germanische Fruchtbarkeitsgöttin Nerthus gehuldigt, die an Waldseen verehrt wurde. Der Name des Teiches beruht dann vermutlich auf einen Übertragungsfehler des Namens „Nerthus“ zu „Hertha“.
Die angrenzende Waldschlucht bis zum unteren Herthateich lädt ein zum Entdecken.